Donerstag 17.September 2026
Herbstausflug 2026
Stift Melk
Das Stift Melk, offiziell Abtei Melk, ist eine Abtei der Benediktiner im Bundesland Niederösterreich in der Stadt Melk am rechten Ufer der Donau. Der heutige Barockbau wurde in den Jahren 1702–1746 von Jakob Prandtauer errichtet. Als Wahrzeichen der Wachau gehört es zum
UNESCO-Welterbe.
Wir freuen uns, euch zu einem ganz besonderen Herbstausflug ins Stift Melk einzuladen!
PROGRAMM:
Abfahrt um 8:30 Uhr vom Bus-Pakplatz Felner in der Donauwörtherstrasse/ Feldgasse 2 mit Parkmöglichkeit
Rückkunft: geplant um 16:30 am Busparkplatz
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Geplant ist :
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ein persönlichen Empfang durch den Abt P. Ludwig Wenzel mit einer Führung durch die Prälatur öffentlich nur bei Empfängen bzw. Veranstaltungen zugängig
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Persönliche Führung durch die Bibliothek von Dr. Johannes Deibl, dem neuen Leiter der Bibliothek. Er zeigt uns die aktuelle Baustelle der Bibliothek, erklärt das Sanierungsvorhaben und präsentiert ausgewählte Bücher sowie Dokumente.
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Führung durch das Stift: Anschließend genießen wir eine reguläre Führung, folgende Sehenswürdigkeiten werden wir sehen:
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die Kaiserstiege und den Kaisertrakt
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das Museum
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Altane (Aussichtsterrasse): Hier genießen wir die herrliche Aussicht auf die Umgebung.
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die Stiftskirche:
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die Nordbastei: Unsere Besichtigung endet hier.
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im Anschluss kann den Stiftspark besichtigen
Wir freuen uns auf einen spannenden und informativen Tag im Stift Melk!
Im Anschluss unserer Besichtigungen haben wir im Stiftsrestaurant für ein Mittagessen reserviert.
Nach der Rückkunft werden bei einem Heurigen für einen gemüdlichen Ausklang Plätze reservieren. Bitte bei der Anmeldung ihre Teilnahme bekannt zu geben!
Teilnehmerbetrag für die Besichtigung für die Bus-Reise:
€ 100,00
einzuzahlen bei der Raifeisenbank Perchtoldsdorf
Konto AT17 3225 0000 1197 1819
Konto Name: Erwin Kunst Wassmuthrunde
Anmeldung: bei Erwin Kunst
Tel. +43 6502212421 oder
e-mail erwin.kunst@kabsi.at
Anmeldeschluss ist der 31.August 2026
Für Interessierte gibt es am
Freitag dem 11.September 2026 um 18 Uhr
im Pfarrheim der Kath.Kirche in Perchtoldsdorf, Marktplatz 14
eine Vorbesprechung
Warum fahren wir nach Melk?
Die Beziehung zwischen Perchtoldsdorf und Melk
Auf den Spuren der Geschichte
von
Perchtoldsdorf
Was wäre Perchtoldsdorf ohne Burg, Kirche und Turm?
Ist das nicht Grund genug, um der Frage nachzugehen, wann hat
- wer? und zu welchen Zweck?
- diese Gebäude errichtet?, bzw. errichten lassen?
Es hilft die Herrschaftsverhältnisse von "ostarichi" zu beachten:
Babenberger: Markgrafen ab 976, Herzöge ab 1156 (privilegium minus)
1246 sind die Babenberger mit Hz. Friedrich II. ausgestorben,
Es folgt; ( Reichs - Interregnum von 1250, Tod von Kaiser Friedrich II. bis zur Wahl von Rudolf v. Habsburg 1273)
Przemysl Ottokar (Königsohn von Böhmen )
gelingt es, mit Hilfe von Landherrn
"u.a. dem Herrn von Perchtoldsdorf" das vakannte Herzogtum
1251 zu übernehmen.
Es erfolgt 1273 die Reichs-Wahl von König Rudolf I. von Habsburg.
Nun bekämpft dieser Przemysl Ottokar, der nie belehnt worden ist.
Przemysl Ottokar stirbt am Schlachtfeld. König Rudolf I. bestellt
seinen Sohn Albrecht I. zunächst 1281 als Reichsverweser,
1282 belehnt er ihn gemeinsam mit seinem Bruder Rudolf II. mit
diesem "heimgefallenen" Lehen.
Perchtoldsdorf bietet sich als Rückzugs-Ort aus der nahen der Stadt, die als
Residenzstadt vorgesehen ist, bestens an:
Vorhandene Burg mit Patronanz-Pfarrkirche, im Besitz einer nicht
hochadeligen Familie, von der Wiener Burg für Pferde-Kutschen leicht
erreichbar: zunächst entlang dem Wienfluss bis zu einer Furt auf Höhe
Hietzing/Penzing von dort über eine noch von Römern angelegte Strasse
( noch heute als Hochstrasse bezeichnet) mit möglichst geringem
Höhenunterschied entlang den östlichen Ausläufern der Alpen.
Für die auf König Rudolf I. folgenden Generationen der Habsburger waren
das die Voraussetzungen sich selbst dort anzusiedeln.
Perchtoldsdorf taucht 1140 zum ersten mal in schriftlichen Quellen auf.
Dieses "Dorf eines Mannes namens Berchtold" muss schon längere Zeit
hindurch bestanden haben.
Zu dieser Zeit unterstand ein Großteil der land-und forstwirtschaftlichen
genutzten Flächen südlich von Wien dem Stift Melk. Nördlich von Wien
dem Stift Klosterneuburg. Die Babenberger waren seit 976 hier in
(osterrichi) Marktgrafen. Die Nutzung von Klöstern war für Herrscher
immer noch üblich und hilfreich. So stellten die Babenberger ihre
Burg Melk Benediktinern zur Verfügung, verwendeten sie jedoch weiter als
Residenz. 1089 folgte di Stiftsgründung. Benediktiner aus Lambach
waren die ersten Mönche in Melk, die oben genannten Flächen dienten
dem wirtschaftlichen Hintergrund.
Zwischen 1106 und 1108 verlegten die Babenberger unter Leopold III. ihre
Residenz von Melk nach Klosterneuburg.
Leopold III. (geb. ca. 1095, gest. 1136) hatte aus 2 Ehen 18 Kinder.
Adalbert, Sohn von Leopold III. aus erster Ehe erbte zwar u.a. zahlreiche
Besitzungen in Mödling und im Wienerwald (Mödlinger Linie - noch
heute erinnert der "Herzogberg" daran) wurde bei der Nachfolge nach
seinem Vater durch den ältesten Sohn aus zweiter Ehe (17 Kinder)
Heinrich II. Jasomirgott (1107-1177) übergangen. Für diesen Heinrich II. stellte
Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) 1156 das "privilegium minus" aus, jene
Urkunde mit der Österreich zum Herzogtum erhoben worden ist.
Genau in dieser Zeit fällt die Gründung der Pfarre Perchtoldsdorf 1156.
Eine Großzahl von diesbezüglichen Urkunden wurden im Stift Melk, als
dem wesentlichsten Guts-Besitzern im Süden von Wien, zumindest in
Abschrift gesammelt.
Text von: Senator hc. Univ. Wien
Ao. Univ. Prof. i.R. Dr. Jörg Hoyer