
Donerstag 7.Mai 2026
um 19:30 Uhr

Vortrag von
A.o., Univ. Prof, i.R. Dr.
Meta NIEDERKORN - BRUCK
Begrüßung Gäste und Vorstellung der Vortragenden
Senator h.c. Univ. Wien
A.o. Univ. Prof. i.R.
Dr. Jörg Hoyer

Am 7. Mai hat im Gemeinde-Saal der evangelischen Pfarrgemeinde im Rahmen der Diskussionsreihe „Die Geschichte von Perchtoldsdorf im Spiegel seiner christlichen Gesellschaft“ die Veranstaltung
„Die Kirchen-Organisation im Süden von Wien
zur Zeit der Gründung der Pfarre Perchtoldsdorf“
stattgefunden.
Besonderer Dank gebührt Frau A.o., Univ. Prof. Dr. Meta Niederkorn-Bruck für ihren einleitenden Vortrag. Es war faszinierend, wie sie fachkundig überzeugend die Hintergründe der Pfarrgründungen südlich von Wien dargestellt hat.
Sie legte sehr eindrucksvoll die unterschiedlichen Interessen der an dieser Entwicklung teilnehmenden Kräfte dar:
- auf lokaler Ebene Herrschaften und Klöster
- darüberstehend Landesherrn und Bischöfe
Babenberger Leopold VI. vs. Ulrich II.(Passau)
- übergeordnet Kaiser und Papst
Friedrich II.vs. Alexander III.
Pfarrgründungen im Mittelalter haben wesentlich zu Gesellschaftsordnungen auf lokaler Ebene beigetragen; sie wurden dabei von nachbarschaftlichen und übergeordneten Interessen mitgestaltet.
Diese Ordnungen wirken bis heute nach.
Die Interessen der handelnden Personen waren jeweils sehr unterschiedlich, im MA extrem. (Investiturstreit)
In Europa entwickelte sich eine Mischung aus Gegnerschaft und gegenseitiger Unterstützung zwischen Kirche und Herrschaft
(Sacerdotium versus regnum)

Gäste

Sektionschef i.R.; Hon.-Prof.
Univ. Innsbruck und Wien
Dr. mult. Raul Kneucker
Univ.Prof. OR Dr.
Klaus Lohrmann
Donerstag 21.Mai 2026
Unser Frühjahrsausflug 2026
zu dem Quellen der 2.Wiener Hochquellenleitung in Wildalpen und nach Mariazell

Pünktlich vor 8 Uhr trafen sich die 34 Teilnehmer beim Reisebus von Bus-Reisen Fellner. Kurz darauf starteten wir unsere Reise mit einem Zwischenstopp an der Raststation Ybbs. Aufgrund zahlreicher Baustellen und Staus hatten wir leider eine Stunde Verspätung. Schließlich erreichten wir unser erstes Ziel, das Museum der 2. Wiener Hochquellenleitung in Wildalpen, erst um 11:30 Uhr.

Es begann mit der Besichtigung des Museums. Wir wurden von einem Angestellten der Wiener Wasser MA 31 im Kinosaal begrüßt.



Dort wurde uns in einer Video-Dokumentation die grundlegenden Aspekte der Leitung nähergebracht. Diese Hochquellenleitung ist ein Meisterwerk der damaligen Ingenieurkunst.
Die wesentlichen Planer waren:
Eduard Sueß (immer noch als Geologe führend);
Lukas Waagen führte geologische und hydrologische Forschungen durch;
Franz Boroviczény führte ebenfalls baugeologische und hydrographische Untersuchungen durch.
Bedeutend war auch der Beitrag des militärgeographisches Instituts, vor allem in Hinblick auf die Vermessung der Trasse.
Die technischen Daten dieser Leitung sind faszinierend.

Ein Model eines damaligen Nivillierungsgerätes

Ein Model einer damaligen Tunnel Bohrmaschine
Mit den damaligen Instrumenten wurde eine Leitung von etwa
180 km in Tunneln und rund 100 Aquädukten errichtet. Diese Leitung hat ein natürliches Gefälle von 0,21 % und transportiert das Kulturgut Wasser, in hervorragender Qualität völlig CO/2 neutral, in nur 36 Stunden von der Quelle bis nach Wien.

Zusätzlich wird die Wasserleitung auch zur Energiegewinnung genutzt
Nach der intensiven Besichtigung verspürten wir Hunger, den wir im Café-Restaurant Grabner, nahe dem Museum, mit Speisen und Getränken stillen konnten. Wir hatten die Auswahl aus vier verschiedenen Menüs. Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam für die hervorragende Vorbereitung!

Der Nachmittag war den Quellfassungen gewidmet.
Einen bedeutenden Anteil liefert dabei die Kläfferquelle (94%), eine der größten Trinkwasserquellen Mitteleuropas. Sie entspringt 14 Kilometer von Wildalpen entfernt im steirischen Salzatal, am Nordhang des mächtigen Hochschwabmassivs.
Dort erwartete uns ein weiterer freundlicher Angestellter von " Wiener Wasser MA 31" der für die Reinigung der Hochquellenleitung zuständig ist, und die Stollenbesichtigung durchführte.
Für die Trinkwasserversorgung der II. Wiener Hochquellenleitung werden täglich bis zu 217 Millionen Liter Wasser vom steirischen Salzatal nach Wien befördert.



Eingangsstollen für das Wasser nach Wien
Das Wasser der Kläfferquelle



Zwischen dem Quellfluss der Kläfferquelle befand sich eine reichhaltige Wildpflanzenfauna. Ein Beispiel ist die
Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus), eine der imposantesten heimischen Wildpflanzen und eine wahre Pionierin des Frühlings.


Zum Abschluss der Besichtigung versammelten wir uns für das obligatorische Gruppenbild unserer Gruppe.

Danach stand die Rückfahrt mit einem Stopp bei der Basilika Mariazell auf dem Plan. Wir hatten eineinhalb Stunden Zeit für eine freie Besichtigung. Natürlich war der Besuch der Basilika ein absolutes Muss.




