top of page
21.Februar 2026
Vortrag von Dr. Markus Göller
Kirchenmusik in Perchtoldsdorf
00012026.02_edited.jpg
IMG20260221113842.jpg

Die Kirchenmusik hat in Perchtoldsdorf eine lange Tradition. Der Ort kann in seiner Vergangenheit auf so manche Persönlichkeiten der Kirchenmusik zurückblicken. Zu den bedeutendsten zählt sicher                               Ambros Rieder (1771 – 1855), der hier Schulmeister war und auch, wie damals üblich, den Posten des Organisten und Chorleiters innehatte. Auch Franz Schmidt (1874 -1939) verbrachte seinen Lebensabend in Perchtoldsdorf und vollendete hier unter anderem sein berühmtes Oratorium „ Das Buch mit  sieben Siegeln“. Es gibt aber auch Dokumente, die belegen, dass in der Pfarrkirche von Perchtoldsdorf bereits in der Renaissance und auch später im Barockzeitalter namhafte Orgelwerke aufgestellt waren, die auf rege kirchenmusikalische Tätigkeit hinweisen.

Bekannte Regenschori nach Ambros Rieder waren Alfred Merz der Komponist Georg Holzer (Weinhauer- und Feuerwehrmarsch), Adolf Münzberg und Prof. Rudolf Bachinger und sein Sohn Heribert Bachinger.

Freitag 20. März 2026
Unser Ehrenmitglied und
Erzbischof von Wien
in Perchtoldsdorf

Am Freitag, dem 20. März 2026, fand in der Pfarrkirche Perchtoldsdorf eine feierliche Primizmesse statt, die von unserem neuen Erzbischof, Josef Grünwidl, zelebriert wurde. Diese Messe war besonders, da es die erste Feierlichkeit des Erzbischofs von Wien in Perchtoldsdorf war.

Nach der Messe versammelten sich die Mitglieder der Wassmuth-Runde im UNIQAPLATZ  der Burg Perchtoldsdorf, wo eine Agape stattfand. Der neue Erzbischof nutzte die Gelegenheit, um mit den Anwesenden ins Gespräch zu kommen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den drei Blasmusikkapellen von Perchtoldsdorf, die dem Erzbischof ein Ständchen darbrachten.

Die Mitglieder der Wassmuth-Runde gratulierten dem Erzbischof und überreichten ihm ein besonderes Geschenk: ein Bild von unserem Rundengründer, dem Maler Heinrich Wassmuth. Erzbischof Grünwidl zeigte sich sehr gerührt von der Geste und versicherte, dass das Bild einen schönen Platz in seiner Wohnung finden werde.

Diese Feier war ein bedeutendes Ereignis für die Gemeinde und stärkte die Verbindung zwischen dem neuen Erzbischof und den Menschen in Perchtoldsdorf.

Donnerstag 16. April 2026
um 19:30
im Gemeindesaal der evangelischen Kirche
2380 Perchtoldsdorf Wenzel-Frey-Gasse 2

Vortrag
Univ. Doz. Dr. Johannes Seidl

Vortrag Seidl 16.4.2026.jpg
In der am 12.März 1365 von Herzog Rudolf IV. gegründeten Universität Wien war die medizinische Fakultät die zahlenmäßig kleinste unter den vier  (Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Artes=philosophische Fakultät). Dies hängt einerseits mit den vergleisweise sehr hohen Studiengebühren, aber auch mit dem im 14. Jahrhundert qualitativ nicht sehr hochstehenden Lehrpersonal zusammen. Erst im 15.Jahrhundert besserte sich diesbezüglich das Niveau deutlich. Die unter der Leitung eines semesterweise gewählten Dekans stehende Fakultät war keine Forschungsfakultät im heutigen Sinn, sondern man orientierte sich an alten Autoritäten (auctoritates) aus der griechisch-antiken Medizin. Gelehrt wurden daher die Aphorismen des Hippokrates (um 460 v.Chr. - 370 v. Chr.), in denen denen dieser seine Viersäftelehre (Blut, gelbe Galle, schwarze Galle, Schleim) darstellt und vor allem die Ars medica (Technè iatrikè) des Galen von Pergamon (um 130 n.Chr. - 216 n. Chr.)

    Mit dieser Viersäftelehre (Humoralpathologie) versuchte man auch, den Krankheiten der Zeit Herr zu werden. So finden sich medizinische Abhandlungen vor allen über die Behandlung von Pest (Pesttraktate), Lepra und Syphilis. Die Lehre war theoretisch ausgerichtet. Nur einige wenige Anatomien, die an hingerichteten Verbrechern durchgeführt werden durften, gaben den Studenten praktische Einblicke in den menschlichen Organismus.

       Die Universität Wien brachte während des Mittelalters nur wenige Mediziner von Rang hervor. Genannt sei Michael Puff aus Schrick im Bezirk Mistelbach, der ein breit gefächertes medizinisches CEuvte hinterlassen hat, sowie Bartholomäus Steber, der einer der ersten Ärzte war, der sich mit der Bekämphung der Syphilis befasst hat.  
bottom of page